Stärkstes Wachstum bei der Bäckerei

LBV Schrozberg: Positives Bild der Bezugs- und Verwertungsgenossenschaft bei Generalversammlung / Milch- und Ferkelerzeuger weiter unter Druck

 

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Quelle: Fränkische Nachrichten vom 04.05.2016

 

 

LBV Schrozberg:

 

 

Stärkstes Wachstum bei der Bäckerei

SCHROZBERG.

 

Rund 500 Besucher

haben aus der Schrozberger Stadthalle

die Gewissheit mitgenommen:

Die LBV ist mehr denn je den Idealen

Raiffeisens verpflichtet.

Was unterscheidet eine Generalversammlung

der Landwirtschaftlichen

Bezugs- und Verwertungsgenossenschaft

Raiffeisen Schrozberg

(LBV) von einer Aktionärsversammlung

bei Mercedes-Benz? Die Antwort:

Die Dividende (Warenrückvergütung)

ist zweitrangig, viel wichtiger

ist für die Mitglieder die Bestätigung,

einen verlässlichen, stabilen

und zukunftsorientierten Partner an

der Seite zu haben. Dies gilt umso

mehr, als Genossenschafter und

Landwirte schwere Zeiten auszuhalten

haben.

Wie stark die LBV in der Region

verwurzelt ist, zeigte nicht nur die

volle Stadthalle, es spiegelte sich

auch in der Liste der zu begrüßenden

Prominenz wider. Karl-Heinz

Bauer hieß die Gäste willkommen –

darunter neben ehemaligen Vorständen

und Aufsichtsräten auch

den Landtagsabgeordneten Dr.

Friedrich Bullinger und Bauernverbandschef

Klaus Mugele.

Die Regularien einer Generalversammlung

können so staubtrocken

sein, wie hoffentlich, die Weizenernte

im August. Trotzdem ist das Zahlenwerk

unverzichtbar, spiegelt es

doch Geschäftsentwicklung und

künftige Tendenzen wider. Vorstandsvorsitzender

Rudolf Herrmann

berichtete. Zusammengefasst

zeichnete er ein positives Bild. Zwar

sind die Preise für Agrarrohstoffe

schon seit 2014 unter Druck. Getreide

und Raps blieben unter den Vorjahreserlösen.

Milch- und Ferkelerzeuger

und Schweinemäster leiden

nach wie vor unter nicht kostendeckenden

Preisen. Die Konsequenz

sind bei den Betrieben Liquiditätseinschränkungen

und Betriebsaufgaben.

Diesem eher düsteren Szenario

standen eine zufriedenstellende

Entwicklung im Einzelhandel, eine

Belebung im Baustoffhandel und

gute Ergebnisse des Bäckereibetriebs

gegenüber. Mit 58,8 Millionen

Euro Umsatz im Geschäftsjahr wurden

3,3 Millionen Euro weniger als

im Vorjahr erzielt, bedingt durch

Preissenkungen und Mengenrück-

Betriebsrückgänge

im Mineralölbereich, eine

Folge der Krise in der Landwirtschaft.

Geschäftsführer Wilhelm Thierauch

ging bei seinem Bericht in die

Tiefe: Beim Umsatz führen die Lagerhausartikel

mit 42 Prozent immer

noch das Feld an. Dann folgen die

Edeka-Märkte mit 18 , der Mineralölbereich

mit 13, die Bäckerei mit 11,

die Raiffeisenmärkte mit 7 und der

Baustoffbereich mit 4 Prozent. Das

stärkste Wachstum erreichte die Bäckerei

mit 9,1 Prozent, woraus sich

die Entscheidung für den Bäckerei

Neubau von selbst erklärt. Immerhin

betreibt die LBV inzwischen 18

Bäckereiverkaufsstellen von Schillingsfürst

(im Bau) bis Weikersheim

und Kirchberg. Die Mitgliederzahl

mit 1006 blieb konstant. Bei der LBV

waren 2015 rund 240 Menschen beschäftigt,

darunter 23 Auszubildende.

Über die Tätigkeit des Aufsichtsrates

berichtete der Vorsitzende

Karl-Heinz Bauer. 2015 konnte ein

Bilanzgewinn von 112968 Euro ausgewiesen

werden, wobei eine Vorwegzuweisung in die

Betriebsrücklage von 100000 Euro bereits

berücksichtigt ist.

Bei diesem durchaus zufriedenstellenden

Ergebnis gingen

die folgenden Beschlüsse zur Entlastung

in gewohnter Einstimmigkeit

über die Bühne.

Als einziger Besucher war

Schrozbergs Bürgermeister Klemens

Izsak ein Grußwort vergönnt. Er

nutzte es zu einem flammenden Appell

an alle Verbraucher, von der

Landwirtschaft erzeugte Lebensmittel

als das zu würdigen, was sie sind:

nämlich wertvoll. Den Anwesenden

sprach er damit aus der Seele. mamü