Blick in die Zukunft

Generalversammlung der LBV Schrozberg zeichnet positives Bild

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Quelle: Hohenloher Tagblatt vom 02.05.2016

 

 

500 Besucher haben aus der

Schrozberger Stadthalle die Gewissheit

mitgenommen: Die

LBV ist mehr denn je den Idealen

Raiffeisens verpflichtet.

MANFRED MÜHLENSTEDT

Schrozberg.

 

Info

 

Über die Ergebnisse derWahlen

und die Ehrungen berichtet das HT in

der morgigen Ausgabe

Was unterscheidet

eine Generalversammlung der

Landwirtschaftlichen Bezugs- und

Verwertungsgenossenschaft Raiffeisen

Schrozberg (LBV) von einer Aktionärsversammlung

bei Mercedes

-Benz? Die Antwort: Die Dividende

(Warenrückvergütung) ist zweitrangig,

viel wichtiger ist für dieMitglieder

die Bestätigung, einen verlässlichen,

stabilen und zukunftsorientierten

Partner an der Seite zu haben.

Dies gilt umso mehr, als Genossenschafter

und Landwirte schwere

Zeiten auszuhalten haben.

Wie stark die LBV in der Region

verwurzelt ist, zeigte nicht nur die

volle Stadthalle am Freitagabend, es

spiegelte sich auch in der Liste der

zu begrüßenden Prominenz wider.

Karl-Heinz Bauer hieß die Gäste

willkommen – darunter neben ehemaligen

Vorständen und Aufsichtsräten

auch den LandtagsabgeordnetenDr.

Friedrich Bullinger und Bauernverbandschef

Klaus Mugele.

Die Regularien einer Generalversammlung

können so staubtrocken

sein, wie hoffentlich, die Weizenernte

im August. Trotzdem ist das

Zahlenwerk unverzichtbar, spiegelt

es doch Geschäftsentwicklung und

künftige Tendenzen wider. Vorstandsvorsitzender

Rudolf Herrmann

berichtete. Zusammengefasst

zeichnete er ein positives Bild.

Zwar sind die Preise für Agrarrohstoffe

schon seit 2014 unter Druck.

Getreide und Raps blieben unter

den Vorjahreserlösen. Milch- und

Ferkelerzeuger und Schweinemäster

leiden nach wie vor unter nicht

kostendeckenden Preisen. Die Konsequenz

sind bei den Betrieben Liquiditätseinschränkungen

und Betriebsaufgaben.

Diesem eher düsteren

Szenario standen eine zufriedenstellende

Entwicklung im Einzelhandel,

eine Belebung im Baustoffhandel

und gute Ergebnisse des Bäckereibetriebs

gegenüber. Mit 58,8

Millionen Euro Umsatz im Geschäftsjahr

wurden 3,3 Millionen

Euro weniger als im Vorjahr erzielt,

bedingt durch Preissenkungen und

Mengenrückgänge im Mineralölbereich,

eine Folge der Krise in der

Landwirtschaft.

Geschäftsführer Wilhelm Thierauch

ging bei seinem Bericht in die

Tiefe: Beim Umsatz führen die Lagerhausartikel

mit 42 Prozent immer

noch das Feld an. Dann folgen

die Edeka-Märkte mit 18 , der Mineralölbereich

mit 13, die Bäckerei

mit 11, die Raiffeisenmärkte mit 7

und der Baustoffbereich mit 4 Prozent.

Das stärkste Wachstum erreichte

die Bäckerei mit 9,1 Prozent,

woraus sich die Entscheidung für

den Bäckerei-Neubau von selbst erklärt.

Immerhin betreibt die LBV inzwischen

18 Bäckereiverkaufsstellen

von Schillingsfürst (im Bau) bis

Weikersheim und Kirchberg. Die

Mitgliederzahl mit 1006 blieb konstant.

Bei der LBV waren 2015 rund

240 Menschen beschäftigt, darunter

23 Auszubildende.

Über die Tätigkeit des Aufsichtsrates

berichtete der Vorsitzende

Karl-Heinz Bauer. 2015 konnte ein

Bilanzgewinn von 112 968 Euro ausgewiesen

werden, wobei eine Vorwegzuweisung

in die Betriebsrücklage

von 100 000 Euro bereits berücksichtigt

ist. Bei diesem durchaus

zufriedenstellenden Ergebnis

gingen die folgenden Beschlüsse

zur Entlastung in gewohnter Einstimmigkeit

über die Bühne.

Als einziger Besucher war

Schrozbergs Bürgermeister Klemens

Izsak ein Grußwort vergönnt.

Er nutzte es zu einem flammenden

Appell an alle Verbraucher, von der

Landwirtschaft erzeugte Lebensmittel

als das zu würdigen, was sie sind:

nämlich wertvoll. Den Anwesenden

sprach er damit aus der Seele.